Im Februar 2016 haben wir an zwei Tagen die Markthalle von Rotterdam besucht. Die „Markthal“ ist eine in Rotterdam im Jahr 2014 fertiggestellte Markthalle. Sie steht im Zentrum der Stadt, nicht weit vom Rathaus auf dem Coolsingel und von der Hoogstraat entfernt. Letzterer ist der Ort, an dem die Stadt Rotterdam damals entstanden ist. Die Markthalle ist ein hufeisenförmiges, elf Stockwerke hohes, langausgestrecktes Gebäude. An den Längsseiten liegen Fachgeschäfte für Lebensmittel und Getränke, für Kochartikel und ähnliches. In der Halle sind feststehende Stände für Lebensmittel untergebracht - das Sortiment reicht von Obst- und Gemüse, über - typisch niederländisch - Blumen, Fleisch- und Wurstwaren, Fisch, Gewürze bis hin zu Nüssen und auch sehr spezialisierten Lebensmitteln und auch Fertiggerichte. Die meisten Händler bieten in der Markthalle nicht nur Lebensmittel an, zumeist werden auch vor Ort gegarte Speisen angeboten. Diese kann man in der hohen Halle in den oberhalb der Stände angebrachten Terrassen verzehren. Im ersten Stock sieht man Gaststätten und Kneipen. Im zweiten bis zum elften Stockwerk liegen die 228 Wohnungen. Diese befinden sich alle an der langen linken bzw. rechten Außenseite des Gebäudes. Alle sind mit einem Balkon an der Außenseite und viele mit einem oder mehreren Fenstern mit Sicht in die Markthalle ausgestattet. Im ersten Untergeschoss befinden sich ein großer Supermarkt zusammen mit einem Wein- und Spirituosengeschäft und einem Drogerie. Darunter liegt, auf drei Ebenen verteilt, eine Tiefgarage mit fast 1.200 Parkplätzen für PKWs.

Am ersten Besuchstag, einem Sonntag, war die Markthalle sehr gefüllt. Die Kunden aßen nicht nur die angebotenen Speisen, auch der Einkauf an Lebensmitteln boomte förmlich. Demgegenüber war es am Montag, dem zweiten Besuchstag eher ruhiger. So zeigte sich, dass das Konzept der Markthalle Rotterdam vollends aufgeht: Speisen und einkaufen an einem Ort und das zentral in der Innenstadt! So ist die Markthalle nicht nur ein Gewinn für die Bürger und Besucher von Rotterdam, nein, sie ist auch ein Gewinn für die Wirtschaftskraft der Stadt! Auch die Einbindung des Supermarktes Albert Hijn im Tiefgeschoss der Halle ist ein Gewinn für die Markthalle, zudem die Marktgeschäfte durch Geschäfte in den Seitenbereichen noch ergänzt werden. Und die Vermischung mit Restaurants auf den Dächern der Stände und am Hallenrand schafft einen weiteren Pluspunkt.