Jeden Sonntag bauen die Marktbeschicker des Lütticher Wochenmarkts „La Batte“ am linken Maasufer ihre Stände auf. Bereits seit 1561 gibt es diesen inzwischen 3,6 km langen Traditionsmarkt, über den jährlich 4 bis 5 Millionen Einheimische und Touristen schlendern.

Neben Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Käse und Wein werden auch Leder, Kleidung, Blumen, Pflanzen, Vögel, Kleintiere, Antiquitäten, Bücher und sogar Erfindungen feilgeboten. Zur typischen Stimmung tragen die Marktschreier, fliegenden Händler und Straßenkünstler bei und so ist „La Batte“ nicht nur eine hervorragende Einkaufsmöglichkeit, sondern gleichzeitig auch eine echte Institution der Lütticher Stadtkultur und der perfekte Ort, die wallonische Lebensfreude "am lebenden Objekt" zu studieren.

 

Früher war der Markt eine Attraktion, besonders wegen des hohen Anteils des Viehmarktes an "La Batte". Heute jedoch ist der Anteil an Lebendvieh stark zurück gegangen. Der Markt wird dominiert von sehr vielen Händlern mit Kleidung (zum Teil von sehr minderwertiger Qualität). Bei vielen Lebensmittelhändlern konnten wir auch massive Verstöße gegen die Hygiene feststellen, so dass oft die Frage aufkam: Wie kann so etwas in der Europäischen Union überhaupt noch sein? "La Batte" ist mittlerweile ein krasses Negativbeispiel für einen Wochenmarkt!